Tierschutz Euskirchen e.V.
 

           

Hallo zusammen,
 

wir sind Momo und Toulouse. Früher hießen wir Brad und Pitt, aber da wir trotz unserer Schönheit kein Interesse an Hollywood zeigen und Frauchen es auch ziemlich merkwürdig fand „Brad Pitt, na kommt her!“ zu rufen, haben wir die neuen Namen gerne angenommen.

Wir sind im Oktober 2011 zu Frauchen gekommen und haben direkt die ganze Wohnung in Beschlag genommen. Da wir erst abends vom Tierschutz vorbeigebracht wurden, brauchten wir fast die ganze Nacht, um die Wohnung ganz genau unter die Lupe zu nehmen – sehr zum Leidwesen von Frauchen, die wir wohl die ganze Nacht nicht haben schlafen lassen, aber es war halt einfach alles viel zu spannend!

Die ersten Tage waren doch sehr stressig für uns, da alles anders roch und unsere ganzen Spielgefährten von der Pflegestelle auf einmal nicht mehr da waren. Dann kamen noch die ganzen ungewohnten Geräusche hinzu und der andere Tagesablauf. Das haben wir aber doch ganz gut zu dritt hinbekommen.

Bei unserem Zahnwechsel haben wir Frauchen schier wahnsinnig gemacht, weil wir absolut nichts wirklich fressen wollten und Toulouse zudem auch noch Probleme mit dem Magen bekam. Hier wurde er dann mit frisch gekochtem Hühnchen verwöhnt und auch ich habe den einen oder anderen Bissen gerne angenommen.

Als unsere ganzen Impfungen endlich vorbei waren, durften wir zum ersten Mal nach draußen. Das war vielleicht ein Abenteuer. Zum Glück ist Frauchen mitgegangen. Wir fühlten uns beide wohler wenn wir sie sehen konnten als wir die neue Umgebung ausgekundschaftet haben. Frauchen hat einen spannenden Garten und das Haus liegt am Ende einer Straße in einem verkehrsberuhigten Bereich. Hinter dem Garten sind nur Felder, Wiesen und kleine Wälder, so dass es immer viel zu entdecken gibt. Wir haben keine Katzenklappe, aber dafür eine ganz tolle selbstgebaute Katzenleiter, auf der wir bequem in den Garten gelangen können. Direkt am zweiten Tag hat ein riesiger schwarzer Kater unseren Weg gekreuzt. Mir ist fast das Herz stehen geblieben, aber mein Bruder Toulouse (der viel kleiner ist als ich) hat sich mutig dem Kater genähert, mit mäßigem Erfolg. Ich glaube er mag uns nicht besonders. Der Garten ist aber groß genug, dass wir ohne Probleme nebeneinander toben können und manchmal liegen wir sogar alle drei auf derselben Wiese, mit Sicherheitsabstand versteht sich ;o).

Wir freuen uns schon darauf, wenn das Wetter jetzt richtig schön wird, denn die kalten Wintermonate und der Schnee an den Pfoten waren nicht immer so schön. Wenn es uns zu kalt war, haben wir uns einfach den ganzen Abend zu Frauchen auf den Bauch gekuschelt und mit ihr Fern gesehen. Die Couch ist so bequem, da kann man prima drauf schlafen; überhaupt haben wir viele Schlafmöglichkeiten. Besonders gut gefällt uns das Körbchen am Fenster, da liegen wir meistens zusammen drin, obwohl es ziemlich klein ist ;o)

Frauchen ist tagsüber arbeiten und wir bleiben alleine, entweder in der Wohnung oder draußen, je nachdem wonach uns gerade der Kopf steht. Damit uns drinnen nichtlangweilig wird, haben wir viel Spielzeug und tolle Kartons, aus denen uns Frauchen eine große Höhle mit verschiedenen Ein- und Ausgängen gebastelt hat. Abends wird dann auch noch mal zusammen mit Frauchen gespielt. Wir haben eine Katzenangel mit einer fiependen Maus, auf die ich ganz wild bin. Damit könnte ich stundenlang spielen, aber irgendwann werde ich doch müde. Mein Bruder Toulouse spielt lieber mit kleinen Bällchen und zerkaut sie bis zur Unkenntlichkeit oder jammert vor der Couch, wenn ihm wieder einmal ein Ball darunter gerollt ist. Den muss ich dann immer wieder rausfischen und wenn ich es nicht schaffe, dann macht es Frauchen.

Ich finde, wir sind ein tolles Team – Frauchen macht die Dosen auf und wir fressen sie leer :o)